Lang gesprochen: unsere Werte

Zehn Punkte für das Wohlbefinden unserer Tänzerinnen und Tänzer und für den Erfolg, den unsere Tanzsportabteilung hat, addieren sich zu unseren Werten, der Philosophie von Tanzen in Kiel…

 Zehn Punkte – Pläne waren in den Neunziger Jahren nach Mauerfall und Wende gerade höchst modern. Nicht viele wurden umgesetzt. Uns waren unsere zehn Punkte noch nicht einmal bekannt. Vielleicht hat es deshalb so viel Freude gemacht, diese zehn Punkte zu entwickeln und auch zu untermauern und mit Leben zu befüllen.

– Spaß am Hobby “Tanzen”

– Sport als Gesundheitsfürsorge

– Geselligkeit

– Qualität in unserem Handeln

– Innovation und Technik

– Modernes Dienstleistungsmanagement

– Traditionelle Werte im deutschen Vereinswesen

– Offenheit und Integration

– Förderung, Forderung und Anerkennung

– Soziale Selbstverpflichtung, Menschen- und Umweltschutz sowie Kooperation

 Diese Begriffe sind fest verankert in jedem Gruppenangebot, welches wir anbieten. Tanzen in Kiel ist aus der nur kurz existierenden kommerziellen Tanzschule CASABLANCA in den Neunziger Jahren in Suchsdorf entstanden. Tanzen in Kiel ist auf dem Kieler Ostufer im Stadtteil Dietrichsdorf geboren und hatte lange Jahre mit einem falschen Ostufer – Klischee zu kämpfen, wurde belächelt und oft nicht ernst genommen. Das ist eine manchmal noch erkennbare traumatische Erfahrung, die unsere Arbeit aber gerade heute noch prägt und gerade für benachteiligte Personengruppen echte Einsatzbereitschaft signalisiert. 

Tanzen in Kiel ist der Tanzsportanbieter, der wirklich mitten in Kiel gewachsen ist. Hobbytanzsport und Geselligkeit fanden sieben Jahre im Kieler Legienhof ihre Heimat. Tanzen in Kiel wurde erwachsen und selbstbewusst in Kronshagen und Suchsdorf, wo einst auch die Idee entstand. Unsere Werte haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind – einem der größten vereinsgebundenen Tanzsportanbieter in Deutschland.

Und kein Gedanke war 1996 auf den Leistungssport gerichtet. Dadurch wurden frühzeitig, wenn auch nur unbewusst, die richtigen Weichen gestellt.


1. Spaß am Hobby “Tanzen”

Tanzen ist Spaß – Tanzen ist ein Hobby. Menschen haben Spaß am Tanzen. Das ist uns schon in die Wiege gelegt. Das ist seit Jahrhunderten so und wird wohl auch so bleiben. Damit der Spaß vollkommen wird, gibt es tolle Trainerinnen und Trainer, die immer auch ein wenig Kenntnisse eines Animateurs mit sich bringen müssen. Und es gibt Musik, die nie knapp wird und sich auch immer wieder verändert. Und natürlich gibt es die gut gelaunten Tänzerinnen und Tänzer, die auch von allein dafür sorgen, dass es nicht langweilig wird. Umso mehr, umso besser. Diese Spaßfaktoren wurden bei uns von Anfang an gefördert und genau das hat sich nachhaltig bezahlt gemacht, denn egal ob Hobbytänzer, HipHopper oder Leistungssportler – Alle wollen Spaß! Der wird ihnen von jedem gegönnt und unterstützt und richtungsunabhängig akzeptiert.


2. Sport als Gesundheitsfürsorge

Tanzen wird für den einen oder anderen zum echten Sport oder sogar zum Leistungssport. Turniertänzer sind Leistungssportler, die mit anderen Sportarten vergleichbare Leistungen trainieren. Dass alle Tänzer im Grunde genommen Sport treiben, ist lange umstritten gewesen, allerdings medizinisch nun auch schon länger bewiesen. Bis heute ist das nicht jedem Gesellschaftstänzer bewusst. Muss es auch nicht. Für uns und unsere Trainerinnen und Trainer ist es aber allgegenwärtig.

So mancher Gesellschaftstänzer, der einmal wöchentlich für 90 Minuten das Tanzbein schwingt, stellt nach einigen Jahren fest, dass seine Muskulatur vom Tanzen profitiert. Das Stehen auf Zehenspitzen im Gleichgewicht wird leicht. Der Hausarzt attestiert bei einem Check eine gute Durchblutung und ein kräftiges Herz. Ja, das kommt vom Tanzen. Ohne großen Aufwand hat sich jemand gesund getanzt.

Und am Ende steht tatsächlich sogar ein verlängertes Leben bei klarem Verstand und beweglichem Körper. Tanzen ist Sport – der eine tut es etwas mehr, der andere weniger. Und Sport ist gut für Körper und Geist, denn der Körper wird schonend gefördert und der Geist ist bis zur letzten Tanzstunde gefordert.

Und bei den Kleinen ist körperliche Bewegung sogar absolut elementar für die körperliche und geistige Entwicklung, die schulische Leistungsfähigkeit  und die Gesundheitsvorsorge. Dieser Sport und die damit verbundene Gesundheitsvorsorge ist unser Ziel.


3. Geselligkeit

Tanzen fördert die Geselligkeit zwischen einem Tanzpaar oder innerhalb einer Gruppe, zwischen vielen Tanzpaaren gemeinsam und am Ende auch zwischen allen Menschen, die sich in irgendeiner Form tänzerisch zur Musik auf dem Parkett und daneben begegnen.

Geselligkeit steckt schon drin im Wort “Gesellschaftstanzen”. Wir haben diese Geselligkeit vom ersten Tag als wichtig empfunden. Wir haben unsere Tänzerinnen und Tänzer niemals auf eine Gruppe festgelegt, sondern fördern sogar den Gruppenwechsel oder die Mehrfachnutzung bei gleichem Preis, damit sich wirklich alle kennen und respektieren lernen. Oft wurde das diskutiert und kritisiert und stellt die Verwaltung auch vor administrative Probleme. Im Vergleich hat sich aber gezeigt, dass unsere Gruppen geselliger sind und dass Tanzen kein nacktes Auswändiglernen von Folgen ist, sondern dass der Reiz in der Vielfalt liegt und dass wirklich nicht jeder das können muss, was der andere schon lange kann.

Wir wollen die Pause in den Tanzstunden, denn hier wollen und sollen Menschen kommunizieren. Untereinander und mit uns und unseren Trainern.

Wir feiern gern und organisieren deshalb viel. Denn beim Feiern kommen Menschen altersunabhängig zusammen, wird Geselligkeit gelebt und können die Tänze auch mal abseits des Unterrichtes genossen werden. Gerade im Bereich Standard und Latein brauchen wir das im Raum Kiel, denn es gibt kaum Tanzveranstaltungsangebote. Wiederkehrende Veranstaltungen, die zu Traditionen wurden (z.B. unsere Jahresabschlussfeier oder die noch immer beliebte tanzfreie Himmelfahrtstour) und spontane einmalige Events oder kulinarische Sommerfeste reichen sich bei uns die Hand und sorgen für das MEHR in unserem Angebot, was wir unseren Mitgliedern gern schuldig sind.


4. Qualität in unserem Handeln

Qualität ist ein sehr dehnbarer Begriff. Qualität vereint zum einen ein gut organisiertes Angebot, welches sich an jeweils tatsächlichen Freizeitzeiten der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt orientiert und dabei Ausgewogenheit zwischen Nachmittags- und Abendangeboten unter der Woche und den Wochenendangeboten garantiert. Qualität heißt auch Geschwindigkeit, mit welcher wir auf Veränderungen reagieren, die sich gesellschaftlich ergeben, z.B. der Übergang in die Ganztagsschulen. Mit Geschwindigkeit arbeitet unser Vorstand, um keine Wartezeiten bei Fragen unserer Mitglieder aufkommen zu lassen.

Eigentlich ist uns bei der Qualität aber die tänzerische Qualität am wichtigsten. Wir legen einen erhöhten Wert auf die Qualität unserer Trainerinnen und Trainer. Diese sollen durch einschlägige Ausbildung dazu qualifiziert sein, den Tanzsport entsprechend den allgemein und weltweit gültigen Regeln zu unterrichten, und sie müssen die Menschen unterhalten, bezaubern und mitreißende Leidenschaft in ihrem Tun verkörpern. Wir erwarten von unseren Trainern, dass sie durch eine Ausbildung lizenziert sind Unterricht zu erteilen. Und wir kennen uns damit aus, denn wir unterstützen unseren Landesverband maßgeblich dabei, das Ausbildungswesen auf einem hohen Niveau zu halten, denn nur so kann ein Tanzverein überhaupt in einem kommerziell heiß umkämpften Markt mithalten.

Optimal ist natürlich eine Berufsausbildung zum Tanzlehrer, wobei wir dabei deutlich die ADTV-Ausbildung bevorzugen oder eine Tanzpädagogenausbildung, die gerade in Kiel mit dem Institut für Gymnastik und Tanz auf allerhöchstem Niveau zur Verfügung steht. Aber auch eine ebenfalls langjährige Trainerausbildung innerhalb unseres Verbandes sorgt für eine hohe Qualität. Leistungssportler als qualifizierte Trainer sind dabei von Vorteil, denn sie kennen die Geheimnisse des körperlichen Tanzens, die am Ende echte Qualität auszeichnet. Tanzen hat zwar etwas mit den Füßen zu tun, aber viel weniger als hin läufig bekannt. Und die echte Kunst des Tanzens lernt nur der, der länger als über die tanzschulübliche Zeit sich diesem Vergnügen widmet. Tanzen ist eben nicht “Träumen mit den Füßen” wie oft beschrieben, sondern Harmonie der Körper insgesamt. Und dort beginnt dann die Qualität des Tanzens.

Oft stehen wir vor dem Problem, dass es in bestimmten Tanzbereichen wie Hip Hop oder Zumba gar keine echten Trainer gibt. Dennoch gibt es qualitativ hochwertige Übungsleiterausbildungen der Landessportverbände. Oder es gibt eben Persönlichkeiten, die einfach gut sind und Qualität in ihren Bereich bringen. Diese Leute sind dann für uns die richtigen!

Mit diesem Konzept haben wir eine Reihe der Besten zu uns geholt und Ihnen die selbst zu verwirklichende Aufgabe gestellt, den Tanzsport in ihren jeweiligen Bereichen zu fördern. Dadurch entstanden Jugendgruppen, Kindergruppen und Erwachsenengruppen, die ein Training von Meistern erhalten und selbst kleine oder große Meister werden. Durch diese Maßstäbe der Qualität, die wir vom ersten Tag an bei Anfängern ansetzen, garantieren wir hochwertigsten Tanzgenuss sowie gesundheitsbetonte Förderung und qualifizieren den Fortgeschrittenen zu einem wirklich tollen Tänzer mit tiefgreifenden Kenntnissen.

Qualität hat manchmal auch etwas mit Quantität zu tun: In eine Gruppe Standard und Latein gehören zwei Trainer! Das ist bei uns Prinzip! Nur ein Paar kann einem Paar auch wirklich das paarharmonische Tanzen vermitteln. Manche nennen das Luxus. Wir sagen, das ist ein unverzichtbarer Luxus. Und je nach Gruppengröße stellen wir auch in jeder anderen Tanzart meistens zwei Trainer auf die Fläche. Im Hip Hop ist das oft selbstverständlich, im Kindertanz ist es manchmal nötig, um eben auch gehandicapte Kinder fest einzubinden.

Und um die Qualität auch im Rahmen zu vertiefen, sorgen wir für eine behagliche und fröhliche Atmosphäre, die sonst nur in Tanzschulen so zu finden ist.


5. Innovation und Technik

Innovation und Technik sind im Grunde genommen eng mit der Qualität gekoppelt. Auch hier gibt es verschiedene Auslegungsmöglichkeiten. Haben Sie jetzt an die Technik des Tanzens gedacht? Vermutlich nicht. Seien Sie sicher, unsere Trainer verheimlichen die Techniken nicht. Und sie erzählen sie nicht nur, sondern sie begründen sie auch.

Innovation wurde aus vielen konservativen Vereinskreisen vor einigen Jahren noch belächelt. Wir haben schon in den neunziger Jahren innovative Ideen entwickelt und Tanzsportarten gefördert, die neben Standard und Latein zu finden waren oder die eben Mode waren. Wir haben aus den Fehlern der Tanzschulen in den Neunzigern gelernt, dass es wichtig ist, bei aller Innovation, das Kerngeschäft nicht zu vergessen. Darum waren wir stets aufgeschlossen, neue Punkte in unser Programm aufzunehmen. Moden greifen wir bis heute in Form von Workshops auf und erfreuen damit unsere Tänzerinnen und Tänzer. Wir wissen, nicht jeder Tanz hat das Potential zu einem Dauerbrenner zu werden. Manch ein Tanz begrenzt seine Halbwertszeit auf die eines “YouTube – Videos”. Wir wissen aber auch, dass jeder Tanz die Berechtigung hat getanzt und ausprobiert zu werden.

Insgesamt ist daraus bei uns eine Tanzvielfalt entstanden, die so durchaus überdurchschnittlich ist. Und diese Vielfalt wächst weiter! Und dieser Umstand begründet, warum unser Name TANZEN IN KIEL ist. Wir tanzen nicht nur in Kiel, sondern wir bieten dem Tanzen jeder Art ein zu Hause in Kiel. Wir bewegen Kiel…

Innovation heißt auch Mut zu technischen Innovationen. Von diesen gab es in den letzten beiden Jahrzehnten viel. Technik ist uns willkommen, denn sie erleichtert unseren Trainerinnen und Trainern die Arbeit und spart oftmals Energie. Wir nutzen stets die neuesten technischen Gerätschaften und Softwares, um Qualität und Schnelligkeit zu optimieren. Das gilt gleichermaßen für Technik in unseren Sälen wie für unsere Verwaltung. Das beginnt mit der Beleuchtung, der Akustik und der Abspielgeräte und endet mit den Geräten in unseren Bars und Küchen oder im Büro. Das kostet Geld, was wir gern hier investieren.


6. Modernes Dienstleistungsmanagement

Der Verein ist eine Organisationform, die ihre Ursprünge im deutschsprachigen Raum des 19. Jahrhunderts hatte. Das Ehrenamt ist eines der höchsten Werte innerhalb eines Vereins. Beide Umstände gelten oft als veraltet und verkörpern langwierige Entscheidungsprozesse. In manch einem Verein wird uns allen das auch in verstaubten Vitrinen allgegenwärtig. Und oft sind dort auch Sätze zu hören wie “Das haben wir doch noch nie so gemacht” oder “Das machen wir schon immer so”. Diese Sätze haben bei uns keinen Raum.

Trotz Ehrenamt und geringem Haushalt durch Beiträge verstehen wir uns als Dienstleister innerhalb einer wichtigen Freizeitindustrie. Dienstleistungen werden durch unsere Trainerinnen und Trainer erbracht. Dienstleister an unseren Mitgliedern und Trainern sind aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ehrenamtlichen Vorstand. Nicht jeder möchte sich in so eine Organisation selbst einbringen. Die meisten möchten nur ihren Tanzsport genießen und das ist auch völlig in Ordnung. Wir verpflichten prinzipiell niemanden zu ehrenamtlichen Diensten, aber wir freuen uns über Engagement. Gemeinsam arbeiten wir für das Wohl aller. Und unsere Mitglieder zahlen Geld für ihre Dienstleistungen, deren gute Anlage wir garantieren wollen. Wir verwenden moderne Kommunikationsmittel, reagieren und arbeiten schnell und effizient, haben für alles ein offenes Ohr und bereiten den ehrenamtlich Interessierten über einen langen Zeitraum auf seine Arbeit bei und für uns vor.

Dieses Verständnis um das Dienstleistungsmanagement ist nicht selbstverständlich, hat uns aber dazu befähigt unseren Mitgliedern Vertrauen über den Sport hinaus zu vermitteln und lässt uns gegenüber anderen Einrichtungen oft einen Schritt voraus stehen.


7. Traditionelle Werte im deutschen Vereinswesen

Traditionen entstehen im Laufe von mehreren Jahren. Gern werden Veranstaltungen zu Traditionen, und diese werden dann bei uns auch gepflegt und jährlich durch eine zeitgemäße Beschreibung modern angeboten, immer wieder neu belebt und immer wieder so überholt, das sie nicht verstaubt wirken. Und manch eine Tradition überlebt sich irgendwann selbst, was den Zeitpunkt markiert, um sich von ihr zu trennen.

Tradition steht bei uns aber vor allem für ein Bekenntnis zu unseren Verbänden und deren Leitlinien und sowie zu den satzungsgemäßen Zwecken unseres Vereins. Tradition ist bei uns, dass wir selbstlos tätig sind und keine eigenwirtschaftlichen Zwecke verfolgen. Tradition ist es für uns, dass wir den Tanzsport pflegen und fördern und seinen ideellen Charakter wahren. Der deutsche Tanzsport ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts bestrebt, zum einen die Tradition des Gesellschaftstanzes zu pflegen, zum anderen die neuen Herausforderungen der Moderne zu erkennen und im Tanzsport umzusetzen. Diese Tradition wird bei uns nicht nur an einzelnen Tagen eines Jahres gelebt, sondern täglich. Und die Offenheit, mit welcher wir an jedem einzelnen Tag den Menschen begegnen, die mit uns tanzen, trainieren, arbeiten, Spaß haben und mit uns kommunizieren ist unser traditionellster Wert überhaupt. Und das ist nicht nur hohles Gerede. Tanzen in Kiel hat einen familiären Blick auf die Gemeinsamkeiten aller Tanzsportler. Und das familiäre Gefühl haben wir trotz gewaltiger Größe nach wie vor bewahren können.

Traditionen haben auch in der Gegenwart und der Zukunft weiterhin ihre Daseinsberechtigung.


8. Offenheit und Integration

Wir erwähnten ja bereits, dass Offenheit bei uns gelebte Tradition ist. Aber wie schaut das aus? Wir machen keine Geheimnisse. Jedes Mitglied kann zu jeder Zeit genau erfahren, was gerade so los ist in der Administration und im Vorstand. Wir verbergen die Geheimnisse nicht, wir lügen nicht. Erfolge werden nicht anders in der Veröffentlichung behandelt wie Misserfolge. Wir reden auch nichts mehr schön, wenn es nicht schön ist, sondern benennen die Dinge bei ihren Namen. Wir verheimlichen auch keine wirtschaftlichen Zahlen, weil es sowieso kein Geheimnis ist, denn spätestens auf einer Jahreshauptversdammlung müssen sie eh offen gelegt werden. Die Mitglieder in unseren Gruppen werden ständig auf dem Laufenden gehalten, über alles was sich so tut. Das passiert zum einen durch unsere Trainerinnen und Trainer, die die Gruppen in den Pausen informieren, zum anderen über eine Vereinszeitung und zum dritten durch einen elektronischen Infobrief, den immerhin über 90 % der Mitglieder auch empfangen.

Die Offenheit bewirkt ein Zusammenhalten, welches Vertrauen erzeugt. Das Vertrauen zeugt Ehrlichkeit. In der Ehrlichkeit steckt die Ehre mit drin. Und das allgemeine Gefühl für die Mitglieder ist es dann, dass es eine Ehre ist dabei zu sein, dass jeder einzelne wichtig ist und jeder das Gefühl hat, Teil von etwas Großem zu sein, in welchem er ein funktionierendes Rädchen ist. Sicher, das trifft nicht auf jeden zu, aber es beflügelt die überwältigende Mehrheit, was der Tanzsportabteilung eine dynamische Kraft verleiht und dem Vorstand einen immensen Rückhalt bietet. Bei uns erfahren die Mitglieder viel mehr über alles, was sich hinter den Kulissen so tut. Und wir sind uns sicher, dass das eines der großen Erfolgsrezepte ist.

Die Offenheit beginnt am ersten Tag des Beitritts mit einem herzlichen Willkommensgruß. Und eigentlich auch schon davor, wenn neue Interessenten in einer Probephase die Angebote erkunden. Schon dort werden keine Geheimnisse gemacht, was manche immer wieder überrascht. Offenheit heißt auch, dass Leistungssportler ihre Ergebnisse allen zugänglich machen und dabei nicht unterscheiden zwischen Erfolg und Misserfolg. Denn ohne Misserfolg kann es kein Erfolg geben. Ohne Traurigkeit gibt es keine Freude.

Integration ist allumfassend. Unsere Integration entspricht der des Deutschen Olympischen Sportbundes, was wir für uns so interpretieren: Wir bieten allen sozialen Schichten und Gruppierungen sowie allen Altersklassen der multikulturellen Bevölkerungsentwicklung ein breit  gefächertes tanzsportliches Angebot. Insbesondere die intensive Jugendarbeit macht die Unersetzlichkeit des hohen ehrenamtlichen bürgerschaftlichen Engagements deutlich. Wir integrieren Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Einkünfte und unabhängig von ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit. Niemand steht bei uns am Rand. Es gibt Tänzerinnen und Tänzer, die keine besondere tänzerische Begabung besitzen. Aber sie haben trotzdem Spaß und lernen! Sie gehören zu uns!

Der Sport mit körperlich Behinderten und Rollstuhlfahrern ist lange vorbereitet worden. 2014 werden auch sie integrierter Teil unseres Angebotes. Tanzen in Kiel bringt das komplette Angebot von Hochleistungstanzsport, Leistungssport, Breitensport, Hobby- und Freizeitsport und Gesundheitssport unter ein Dach. Auch das ist eine Form von Integration.


9. Förderung, Forderung und Anerkennung

Wir fördern die Tanzsportler ständig und nehmen ihre Ideen als Forderung an uns auf. Auf der praktischen Seite fördern wir die sportliche Aktivität und die Einstellung zu einem gesundheitsförderlichen Lebenswandel. Talente werden permanent gesichtet und dann in ihren Einstellungen, ihrem Mut und in ihrer Entscheidungsfähigkeit zu größeren Zielen gefördert. Danach folgt ihre Förderung in ihrer sportlichen Entwicklung, aus welcher sich oftmals die Forderung zu Leistung ergibt. Und Leistungen erfahren dann ihre Anerkennung, Lob und Belohnung in einem strengen von Bundesgesetzen geregelten Rahmen. Erkennen wir beispielsweise bei Kindern ein echtes Talent, aber eine soziale Disharmonie des Machbaren für die Eltern, dann suchen wir Wege, um diesem Kind die Möglichkeiten zu schaffen, die es von zu Hause aus möglicherweise nicht hat.

Wir fördern Ausbildung und Fortbildung für die Trainerschaft und führen sie auch eigenverantwortlich durch. Wir fordern das jedoch auch von der Trainerschaft.

Wir fordern von unseren Mitgliedern die Offenheit, mit welcher wir auch ihnen begegnen. Wir fordern die Kritik unserer Mitglieder, damit wir selbst unsere Fehler erkennen und unsere Wege korrigieren können. Unsere Anerkennung spiegelt sich durchweg in Dankbarkeit, in ideellen Werten wieder. Als Verein ist nur diese Form der Anerkennung der einzig mögliche Weg. Dazu stehen wir, und auch das ist einer der großen Erfolgsrezepte.


10. Soziale Selbstverpflichtung, Menschen- und Umweltschutz sowie Kooperation

Anders als in vielen anderen Tanzvereinen in Deutschland ist der Leistungssport bei uns gesund und langsam gewachsen, so dass nie der Verdacht aufkam, eine kleine Elite sei etwas besseres. Wir stellen die Leistungssportler auf die gleiche Stufe wieder die Hobbysportler. Das führt zur gegenseitigen Akzeptanz. Und damit dann in der Folge zu gemeinsamen Spaß, Sport und Geselligkeit.

Wichtige soziologische, sozialmedizinische und sozialpädagogische Grundsätze werden bei uns beachtet. Drogen und Alkohol (abgesehen von einem gesellschaftsfähigen Gläschen Sekt bei Erfolgsfeiern) haben bei uns keinen Platz. Die Trainerinnen und Trainer achten bei Jugendlichen auf mögliche Fehlernährungen oder auf Zeichen der häuslichen Gewalt. Rassismus und weltanschauliche Irrwege vielfältiger Art sind bei uns nicht willkommen. Wir bekennen uns zu religiöser und weltanschaulicher Toleranz sowie zur Achtung der sexuellen Identität (Gender Mainstreaming). Die Integration deutschstämmiger und ausländischer Mitbürger gehört zu unseren praktizierten Grundsätzen. Das auf der Basis von Fair – Play – Grundsätzen aufgebaute System sportlicher zwischenmenschlicher Kontakte verbaler und nonverbaler Art ist für uns eine unverzichtbare Ergänzung der vielfältigen Aufgabenbilder. Die Einübung von sozialen Fertigkeiten des gegenseitigen Verstehens zwischen Menschen ist der Rahmen, in welchem der Teamsport Tanzsport erst möglich wird. Denn auch ein einzelnes Tanzpaar ist bereits ein Team! Freiheitsrechte, Gewaltlosigkeit, Integration und absolute Toleranz sind unsere Werte und entsprechen damit dem olympischen Gedanken.

Wir verpflichten uns zu diesen Werten in ihrer Gesamtheit. Wir pflegen die Menschen, fördern sie und fordern sie auch heraus und belohnen sie mit Spaß, Erfolg, Spiel und Spannung.

Wir achten auf den Umweltschutz soweit es möglich ist. Es soll schön bei uns sein. Dennoch achten wir darauf, dass durch die Verwendung von modernen Gerätschaften Energie gespart und damit die Umwelt geschont wird. Wir verzichten, soweit es nur möglich ist, auf Wegwerfartikel, Einwegerzeugnisse und auf Getränkeverpackungen, die nicht wieder verwendet werden.

Wir kooperieren mit anderen Vereinen. Mit dem TSC Rot-Gold Schönkirchen e.V. und dem 1.Latin Team Kiel sind wir sogar durch eine enge vertraglich festgelegte Partnerschaft gebunden und ermöglichen dadurch eine Bündelung von Kräften und Kompetenzen, eine Vergrößerung der Palette der Angebote und einen größeren Spaß durch gemeinsame Aktivitäten zwischen den Vereinen. Wir stehen auch der Kooperation mit gewinnorientierten Tanzschulen offen gegenüber, um die Ausbildung der Tänzerinnen und Tänzer zu verbessern. Hier begegnet man uns jedoch mit Skepsis.


 Diese zehn Punkte haben wir umgesetzt. Mit Augenmaß und Gefühl erhalten wir diese Punkte, die unsere Werte darstellen, in unserer täglichen Arbeit. Wir befüllen diese Werte mit Leben und verändern und erweitern sie, ohne die Ziele zu verlieren und ohne dem Anspruch auf Allwissenheit.  


Tanzen ist Kunst!

Kunst kommt von Können!

Können kann man lernen!

Lernen kann jeder!


Wir bewegen Kiel…