Medizinische Sicht
Tanzen - ein echter Sport?
Medizinische Untersuchungen zeigen: Tanzen hat einen hohen Trainingseffekt...
Kann man Tanzen als Sport bezeichnen?
Ob jung oder alt, Mann oder Frau, sportlich oder nicht – tanzen kann jeder! Und genau darin liegt sicher auch das Erfolgsgeheimnis des Sports. Nach Schwimmen und Radfahren ist Tanzen die in Deutschland am häufigsten ausgeübte Sportart. Egal ob auf Breitensportbasis oder wettkampfmäßig. Trotzdem stellt sich die Frage: Ist Tanzen überhaupt ein echter Sport?
Selbst regelmäßige Amateurtänzer ringen sich bei der Antwort nur selten ein ganz klares Ja ab. Schließlich gilt Tanzen immer noch mehr als
Freizeitvergnügen denn als Leistungssport. Dabei werden auf dem Tanzparkett durchaus medizinisch nachweisbare Höchstleistungen erbracht.
Eine medizinische Studie der Uni Rostock zum Thema:
Das beweist auch eine Studie von Simone Kusche vom Institut für Sportwissenschaften an der Universität Rostock : "Die Belastungsreize, die das Tanzen auf den menschlichen Organismus ausübt, sind unter den genannten Gesichtspunkten ausreichend, um eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit, speziell der aeroben Ausdauer zu erzielen. Tanzen ist eine Sportart, die den Anforderungen eines Gesundheitstrainings absolut gerecht wird."
Folgende gesundheitliche Verbesserungen wurden herausgefunden:
– positiver Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System
– positiver Einfluss auf das Atmungssystem
– Anpassungen am Stoffwechsel
– Anpassungen am Blut
– positive Auswirkung auf die Skelettmuskulatur
Fazit: Tanzen macht fit
Insgesamt kann der Körper durch die Verbesserung der allgemeinen Ausdauer Belastungen besser standhalten und Anforderungen leichter bewältigen. Seine Funktionstüchtigkeit, die Leistungsfähigkeit und die Belastungstoleranz steigern sich.
Übrigens: Auch der Kalorienverbrauch kann sich durchaus sehen lassen. Wer eine Stunde lang tanzt, verbraucht etwa 360 Kalorien. Um den gleichen Effekt zu erzielen, müsste man schon mindestens über einen genauso langen Zeitraum Holz hacken. Welcher Städter kann, ja will das schon.
Tipp:
Wer Alkohol nur in sehr geringen Maße oder besser noch gar nicht zu sich nimmt oder wer natürlich das Rauchen aufgibt, wird das Tanzen als noch viel leichter empfinden und schont seinen Körper maßgeblich. In jeder Zigarette befinden sich über 200 Giftstoffe neben den bekannten Stoffen wie Nikotin und Teer. Genannt werden sollten Kohlenmonoxid (in gleicher Konzentration wie Autoabgase), Benzol, Blausäure, Nitrosamine, freie Radikale, polycyclische Kohlenwasserstoffe, Blei und radioaktives Cadmium...














